Ehrenvorsitzende

Theresia Pfänder ist ein Vorbild an gesellschaftlichem Engagement, Bürgersinn und praktizierter Nächstenliebe. Die Trägerin der Landesehrennadel und der Bürgermedaille der Stadt Lahr und Ehrenvorsitzende des „Vereins der Freunde" des Max-Planck-Gymnasiums in Lahr hat sich dem Motto verschrieben: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es".


Von Reichtum umgeben war die Jubilarin im schlesischen Liegnitz sicher nicht, als sie am 20. Januar 1928 zur Welt kam. Mit drei Jahren zog die Familie nach Berlin. Als die Luftangriffe auf die Stadt 1943 zunahmen, folgte sie ihrem Vater Gerhard Berger nach Lahr, der zwei Jahre zuvor einen Betrieb für Messinstrumente und Regelgeräte, später für Schrittmotoren gegründet hatte. Als die Firma 1944 auch in Lahr bombardiert wurde, verlagerte das Unternehmen seine Produktion nach Dingelsdorf an den Bodensee.

Theresia Berger ging mit ihren Eltern mit, nachdem sie zuvor für zwei Jahre das Max-Planck-Gymnasium besucht und bei Carl Nestler "Kriegsdienst" geleistet hatte. Die Tochter, gerade mal 16 Jahre alt, übernahm am Bodensee den Einkauf für 25 Mitarbeiter, die Mutter die Verpflegung. "Das wurde mir aber verboten. Ich wurde wieder zur Schule geschickt", erinnerte sich die Jubilarin. 1946 ging’s nach Lahr zurück. "Mit 18 Jahren war ich verlobt, mit 19 verheiratet", blickte die Jubilarin auf die Hochzeit mit August Pfänder 1947 zurück. In der Firma gab es genug Arbeit. Dennoch widmete sich Theresia Pfänder ganz der Erziehung ihrer Kinder Monika, Klaus-Peter und Ingo.

 

Theresia Pfänder, die große Wohltäterin des Lahrer Stadtparks, Trägerin der Bürgermedaille der Stadt Lahr und der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg, ist tot.  Am 02.04.2013 ist sie im Alter von 85 Jahren gestorben.

Bei der Hauptversammlung des Vereins der Freunde des Max-Planck-Gymnasiums ist Ursula Ohnmacht zur Ehrenvorsitzenden ernannt worden. Ursula Ohnmacht war von 1991 bis 2003 Vorsitzende und hat in dieser Zeit den Verein entscheidend mitgeprägt, sagte der Vorsitzende Rudolf Dörfler.

Sie hatte stets die Hauptanliegen, die Förderung und Unterstützung schulischer Aktivitäten, im Blick und hat dies mit großer Überzeugung und Tatkraft gelebt, so Dörfler. "Du warst und bist ein Vorbild für diesen Verein", betonte der Vorsitzende.

Die Schulleiterin Waltraud Oelmann berichtet über eine Vielzahl von Projekten, die maßgeblich erst durch die Unterstützung des Vereins realisiert werden konnten. Das gelte insbesondere für den Bereich der Naturwissenschaften, wo durch die Förderung durch Martin Herrenknecht Aktivitäten möglich seien, von denen andere Schulen nicht zu träumen wagten. Ein Höhepunkt war der Besuch des Forschungszentrums CERN in Genf, wo mit Nobelpreisträgern diskutiert werden konnte.

Der Kauf von 18 Apple-Computern mit dem Ziel, eigene Apps zu entwickeln, könne als Quantensprung in der Ausstattung einer öffentlichen Schule bezeichnet werden. Im Bereich Musik habe das Max-Planck-Gymnasium seit der Einrichtung von Streicherklassen eine herausragende Stellung übernommen. "Nur mit Hilfe des Vereins konnte diese an einer öffentlichen Schule einmalige Situation geschaffen und auch gehalten werden", so die Schulleiterin.

 

Weitere besondere Aktivitäten wie Theateraufführungen, Kunstprojekte, Schulsanitäterausbildung oder die Formal 1 AG seien nicht oder nur in bescheidenem Umfang möglich, wenn nicht der Verein im Hintergrund stehe und die allgegenwärtigen Finanzfragen löse. Der Verein habe im Jahr 2013 die Schule mit annähernd 50 000 Euro unterstützt, betonte der Vorsitzende abschließend.